Nordmark-Historie - Meilensteine – biologische Pharmaprodukte auf Erfolgskurs

Gehen Sie mit uns auf Zeitreise durch die Meilensteine der Geschichte von Nordmark und erleben Sie, wie sich das Unternehmen seit seiner Gründung zu einem der weltweit führenden Hersteller biologischer Wirkstoffe und Arzneimittel entwickelt hat. Schieben Sie den Zeitregler mit der Maus auf das gewünschte Jahr oder klicken Sie auf das jeweils nachfolgende Bild und entdecken Sie Nordmark aus der historischen Perspektive. 

Gewerbeanmeldung für die Nordmark-Werke

Zu Beginn der 1920er-Jahre legt der Apotheker Julius Wolf die wissenschaftlichen Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln auf Basis von Organextrakten. Mit dem Wunsch, seine Ideen als Unternehmer umzusetzen, gründete Julius Wolf gemeinsam mit dem Margarinefabrikanten Alfred Voß am 14. April 1927 das Pharmaunternehmen Nordmark als Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg. 

1927

Die ersten Schritte der Nordmark Werke

Das Leberextrakt „Hepatrat” gehört zu den ersten Präparaten, die die Nordmark Werke auf den Markt bringen. Mit diesem Arzneimittel ist es zum ersten Mal möglich, Anämie wirkungsvoll zu behandeln. „Hepatrat” wird auf der Basis eines Patentes von Julius Wolf entwickelt.

Es folgen die bis heute erfolgreich eingesetzten Arzneimittel Aktivanad und Enzynorm® f.

1928

Nordmark entwickelt "Eubasinum"

Mit dem Sulfonamid „Eubasinum” bringt Nordmark ein Antibiotikum auf den Markt, das wirksamer und besser verträglich ist als andere damalige Mittel. Darüber hinaus gelingt es mit „Eubasinum” erstmals, die bis dahin unheilbare bakterielle Hirnhautentzündung zu therapieren.

1929

Die Nordmark Fabrik in Hamburg

Inmitten des Wohnbezirkes Humboldtstraße/Heinrich-Hertz-Straße steht bis 1943 die Produktionsanlage der Nordmark Werke. 

1930

Nordmark expandiert und baut in Uetersen neue Produktionsstätten

Eine Vergrößerung des Hamburger Betriebs ist nicht möglich. Darum kaufen Julius Wolf und Alfred Voß ein Grundstück in Uetersen an der Pinnau und errichten dort neue Produktionsstätten. Zum Kauf des Grundstücks und dessen Bebauung erinnert sich Julius Wolf:

1937

Kaufmännischer Lehrvertrag aus dem Jahr 1940

Die Verwaltung der Nordmark-Werke bleibt zunächst in den Hamburger Werken, wo junge Leute als Nachwuchs ausgebildet werden. Kaufmännische Lehrlinge erhalten, wenn sie über 16 Jahre alt sind, zwölf Werktage Urlaub und im dritten Lehrjahr ein monatliches Lehrlingsgehalt von 47,–  Reichsmark.

1940

Konfektionierung von Arzneimitteln in Uetersen

Nach der Zerstörung der Nordmark Werke 1943 durch Bombenangriffe in Hamburg werden die Verwaltung und alle Produktionsstätten in Uetersen zusammengelegt.

1945

Messestand in Hannover

Nordmark ist erstmals nach dem Krieg wieder mit einem eigenen Messestand vertreten.

1949

Nordmark Reiseapotheke

Die Heparin-Ära beginnt. Aus der Magen- und Darmschleimhaut von Schweinen werden Enzyme und Heparin extrahiert und ein natürlicher Wirkstoff zur Hemmung der Blutgerinnung wird gewonnen. Die Nordmark-Werke bringen das Präparat „Thrombophob” auf den Markt.

1950

Die Nordmark Werke feiern 25-jähriges Jubiläum

Jeder Mitarbeiter erhält, je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit, einen Bonus in Höhe von 10 bis 40 Prozent seines Monatsgehalts, mindestens aber 40,– DM.

1952

Qualitätskontrolle bei Nordmark

Die Abteilung Qualitätskontrolle überprüft Wirkstoffe und Arzneimittel gemäß vorgeschriebenen Qualitätsstandards. Sie gewährleistet, dass ausschließlich einwandfreie Produkte geliefert werden. So wird bei Nordmark auch heute noch verfahren.

1954

Nordmark-Schiffe auf der Pinnau

Julius Wolf glaubt, die Pinnau mit dem vorgelagerten Hafen und seinen Schiffsverbindungen geschäftlich nutzen zu können. Diese Idee wird aber nie realisiert

1957

Die Nordmark Werke bringen das Produkt "Lipotrat" auf den Markt

„Lipotrat” wird zur Behandlung von degenerativer Leberverfettung bei Diabetes mellitus, Morbus Basedow, Tuberkulose und Alkoholabusus eingesetzt.

1958

Moorrege - Wohnsiedlung für Werksmitarbeiter

Die Nordmark-Werke errichten in Moorrege eine Wohnsiedlung mit modernen Bungalows für leitende Werksmitarbeiter.

1960

Bau des neuen Bürogebäudes in Uetersen

Die heimatliche „Rundschau” berichtet am 16. Juni 1961 über den gewaltigen Stahlbeton-Skelettbau des neuen Bürogebäudes der Nordmark-Werke, das mit Vollendung des sechsten Stockwerks eine Höhe von 22 Metern erreichen soll. Rund 800 Mitarbeiter sind bei Nordmark beschäftigt. Davon arbeiten 65 Wissenschaftler in der Forschung, die Kontakte zu den Ärzten im gesamten Bundesgebiet und im Ausland pflegen.

1961

Übernahme durch die BASF

Die BASF gründet eine Pharmasparte und übernimmt die Geschäftsanteile der Nordmark-Werke.

1968

Panzynorm forte auf der Messe

Nordmark startet den Vertrieb von „Panzynorm forte”, einem Ersatz für Verdauungsenzyme. Das Medikament wird bei Verdauungsschwäche durch eine gestörte Funktion der Bauchspeicheldrüse eingesetzt.

1969

Das Werksgelände in Uetersen aus der Luft

Das Werksgelände der Nordmark Werke GmbH ist dicht mit Fabrik- und Bürogebäuden und Forschungslabors bebaut. 

1970

Medikamante für den Sportbereich

Mit „Thrombophob” und „Aktivanad” bringt Nordmark Medikamente auf den Markt, die sich besonders für den Sport eignen. „Thrombophob” wird als durchblutungsförderndes, kühlendes Gel z. B. bei Sport- und Unfallverletzungen eingesetzt. „Aktivanad” Dragées wirken leistungssteigernd. 

1972

Kurz nach Vollendung seines 90sten Lebensjahres stirbt Julius Wolf

Aus dem Nachruf von Julius Wolf: „Die Persönlichkeit Julius Wolf war getragen vom Geist der Humanität mit einem hervorzuhebenden Blick für das Wesentliche und Notwendige. Sein feiner Humor, seine ungewöhnliche Energie und Schaffenskraft halfen ihm in schwierigen Situationen, seine Ideen zu verwirklichen. Auch nachdem er sich 1962 aus dem aktiven Geschäftsleben zurückgezogen hatte, blieb er den Nordmark Werken noch lange Jahre als Ratgeber erhalten.“ 

1973

Akne-Behandlung auf Basis von Vitamin-A-Säure

Gemeinsam mit der BASF-Pharmaforschung entwickelt Nordmark das erste in der Bundesrepublik registrierte Aknetherapeutikum auf Vitamin-A-Säure-Basis. Das Gel „Eudyna“ greift in die bei Akne auftretenden Verhornungsstörungen ein. (siehe Abb. (A) zur Entstehung der Akne oben. Abb. (B) zeigt die gesteigerte Talgdrüsenproduktion, Abb. (C) eine geplatzte Folikelwand mit der Folge einer Entzündungsreaktion). 

1974

BASF AG erweitert die Pharmakapazität

Mit der Mehrheitsübernahme der Knoll AG baut die BASF AG ihre Pharmakapazitäten weiter aus und steigert ihre Wettbewerbschancen am Markt. Das Bild oben zeigt die Ampullenstation der Nordmark-Werke 1975.

1975

Die 29. Ausgabe von Materia Medica Nordmark erscheint zum Firmenjubiläum

Die Nordmark-Werke feiern ihr 50-jähriges Jubiläum. „Materia Medica Nordmark“ erscheint mit einer Jubiläumsausgabe. Die wissenschaftliche Hauszeitschrift der Nordmark-Werke wird seit 1931 periodisch publiziert und kostenlos an rund 60.000 Ärzte im In- und Ausland versandt. So wird die Ärzteschaft über wesentliche Entwicklungen bei Nordmark informiert.

1977

Nordmark Geschäftsführer wird Vorstandsmitglied bei der Knoll AG

Im Jahr 1983 überträgt BASF alle Geschäftsanteile und das Auslandsgeschäft von Nordmark  an die Knoll AG. Die Nordmark-Werke werden 1984 in „Nordmark Arzneimittel GmbH, Uetersen“ umbenannt. Der Geschäftsführer für den Vertrieb, Dr. Kurt P. Rissel wird in den Vorstand der Knoll AG berufen.

1985

Nordmark entwickelt die Mikrofilmtablette

Nordmark entwickelt die Spezialtechnologie der Mikrotablettierung (Durchmesser: 2 mm) und setzt sie erstmals bei der Formulierung von Pankreatin-Fertigarzneimitteln (Panzytrat®) erfolgreich ein. Die Mikrofilmtablette ist kleiner als ein Streichholzkopf. Sie ist präzise geformt, mit einer gleichmäßigen Oberfläche. So passen in eine mittelgroße Kapsel 50 Mikrofilmtabletten. 1988 erfolgt der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

1987

Nordmark investiert 2,5 Mio. DM in Trocken-Maschine

Für die schonende Trocknung von Organlösungen und zur Gewinnung von wertvollen Pharmawirksubstanzen lässt Nordmark in der Schweiz eine neue Trocken-Maschine nach eigenen Plänen bauen. Sie wird mit Präzisionsarbeit in die erste Etage des Werksgebäudes eingebaut.

1989

Betriebsfeuerwehr Nordmark

Nordmark beschäftigt eine eigene freiwillige Werksfeuerwehr aus Beschäftigten. Die Ausbildung, die Dienstgrade und Funktionen werden über den Kreisfeuerwehrverband erworben. Die Feuerwehr ist auch heute noch aktiv, modern ausgerüstet und 21 Mitglieder stark.

1990

Nordmark wird der Umweltpreis der Wirtschaft in Schleswig-Holstein verliehen

„Die Nordmark Arzneimittel GmbH in Uetersen leistet durch ihre vielfältigen Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Abwässern sowie zur Gefahrenabwehr einen wesentlichen und vorbildlichen Beitrag zum vorbeugenden Umweltschutz“ (Zitat aus "25 Jahre Umweltpreis der Wirtschaft in Schleswig Holstein")

1991

"Moderne Betriebe hinter alten Fassaden"

Das „Pinneberger Tageblatt“ berichtet im Rahmen einer Serie über den modernen Betrieb der Nordmark-Produktionsstätten.

1992

Die Geschäftsführung der Nordmark wird erweitert

Karl-Heinz Huth übernimmt neben Claus Hinrich Pich die Geschäftsführung für die Vertriebseinheiten von Nordmark.

1993

Nordmark-Werkzeuge zur Arzneimittelherstellung

Presswerkzeuge für die Herstellung von schmetterlingsförmigen Tabletten

1994

Nordmark wird in Knoll AG umbenannt

Ende des Jahres werden die Produktionsbetriebe in Uetersen mit der Knoll AG in Ludwigshafen verschmolzen. Die "Knoll AG Werk Uetersen" verdrängt den traditionsreichen Namen „Nordmark“.

1996

Die Nordmark Werke in Uetersen werden wieder unabhängig

Ab 1.März.2001 firmieren die Werke als „Nordmark Arzneimittel GmbH & Co KG“. Als unabhängiges Pharmaunternehmen bietet Nordmark biologische Wirkstoffe für die Pharmaindustrie sowie fertige Arzneimittel für Patienten an. Die Gründer v.l.n.r.: Dr. Jan Lüdemann, Dr. Manfred Kurfürst, Dr. Peter Tonne, Jochen Gruber, Dr. Klaus Lämmerhirt

2001

Nordmark forciert den Bereich Biotechnologie

Die Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG und die Bioceuticals Arzneimittel AG (eine Beteiligungsgesellschaft der STADA AG) gründen das Gemeinschaftsunternehmen Norbitec GmbH mit Firmensitz auf dem Nordmark-Gelände. Schwerpunkt von Norbitec ist die biotechnologische Herstellung und Produktion von Erythropoetin (Epoetin zeta), einem Wirkstoff zur Behandlung von renaler Anämie.

2003

Schlangengift als Arzneimittel

Auf dem Nordmark-Gelände wird eine Lagerhalle zur modernen Hightech-Farm für Malaiische Grubenottern umgebaut. Insbesondere die Klimatechnik ist für die Ingenieure von Nordmark eine Herausforderung, da diese Schlangen empfindlich auf Klimaschwankungen reagieren. Aus dem Gift der Malaiischen Grubenotter wird der Wirkstoff Ancrod gewonnen, der die Blutgerinnung hemmt. 

2006

80 Jahre Erfolg durch stetige Weiterentwicklung

Stetige Weiterentwicklungen zeichnen die Produkte von Nordmark aus. Immer wieder neue und verbesserte Produktformen entstehen nach den neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Technik und gemäß den jeweiligen regulatorischen Anforderungen. 

2011 erzielt Nordmark einen Umsatz von ca.80 Mio. €.

2007

Nordmark gründet die Viprinex Research AG

Aus dem Gift der Malaiischen Grubenotter stellt Nordmark gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Viprinex Research AG den Wirkstoff Ancrod her. Ancrod ist blutgerinnungshemmend und soll nach Durchführung von klinischen Studien als Medikament gegen den Hörsturz eingesetzt werden. 

2011

Nordmark erwirbt BIBITEC

Um die Kompetenz der Nordmark in den Technologien der Herstellung biotechnologischer Wirkstoffe zu verstärken, wurde im Jahre 2012 die Bibitec Gesellschaft für Prozessentwicklung GmbH mit Sitz in Bielefeld (BIBITEC) erworben. BIBITEC ist auf die Entwicklung von Prozessen zur Produktion und entsprechender Analytik von rekombinanten Proteinen und monoklonalen Antikörpern mittels Säugetierzellen (CHO-Zellen) spezialisiert. 

2012
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Das Firmenzeichen der Nordmark-Werke ist ein stilisiertes Wikingerschiff. Es symbolisiert das Prinzip des Unternehmens: Vorstoß ins Unbekannte und zu neuen Ufern bzw. zu neuen Therapien. 

Das ist seit der Firmengründung so geblieben und spiegelt sich in allen Modernisierungsmaßnahmen des Firmenzeichens bis heute wider.

Der Vertrieb von „Hepatrat” und „Enzynorm” wurde durch prägnante  Werbekampagnen unterstützt.

 Hepatrat-Anzeigen 1930

Hepatrat-Anzeige 1934

Enzynorm-Anzeige 1934

Anfang der dreißiger Jahre wurde die Nordmark Werke AG in eine GmbH umgewandelt. Das Unternehmen wuchs schnell. Nordmark baute ein Netzwerk auf und blieb mit den damals neuesten Kommunikationsmitteln immer auf dem Laufenden.

Von links nach rechts die Herren W. Griesel, J. Wolf und W. Neurather, 1930 vor den Nordmark Werken in Hamburg. 

Mitgliedschaft im Nationalverband der biologischen Nähr- und Heilmittel-Industrie 1933/34

Rundfunkgenehmigung von 1935 für die Errichtung und den Betrieb einer Rundfunkempfangsanlage

Julius Wolf

 „Die Verlagerung der Nordmark-Werke aus Hamburg verlangte das Gewebeaufsichtsamt, das wegen Geruchsbelästigung der umliegenden Wohnungen eine weitere Ausdehnung der Fabrikation nicht zuließ. 

Darum bat ich Herrn Voß wegen seiner Erfahrungen auf dem Grundstücksmarkt, sich um außerhalb Hamburgs liegende Grundstücke zu bemühen. Herr Voß kaufte das jetzige Fabrikgrundstück, ohne das Sachverständigenurteil des Architekten Pruter einzuholen, wie er es sonst übte.

Es ergab sich trotz der freundschaftlichen Beziehungen von Herrn Voß zu den maßgeblichen Herren der städtischen Behörden in Uetersen erst beim Bauen, dass wir die ehemalige Schuttabladestelle der Stadt als Baugrundstück erworben hatten. Einwände von mir, dass wir viel Wasser benötigten, wurden, weil das Grundstück an der Pinnau lag, nicht beachtet. 

Es stellte sich dann heraus, dass trotz der Nähe zur Pinnau kein Wasser vorhanden war und wir mehrere hundert Meter tief bohren mussten. Bald nach Aufnahme der Produktion in Uetersen, die im September 1939 erfolgte, wurde diese gefährdet, da der nicht gewachsene Boden sich senkte. Aus den Hallen I bis III (Halle IV, das Laborgebäude, war auf dringende Vorstellung des Architekten Pruter auf Rammpfählen gebaut worden) mussten sämtliche Maschinen wieder demontiert werden, damit innerhalb der Hallen Rammungen vorgenommen werden konnten, die einen Aufwand von über 400.000 Reichsmark erforderten. Diese finanzielle Belastung konnten die Nordmark-Werke auffangen.

Weitaus schlimmer aber war die Drohung der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau in Berlin, durch diese Fehldispositionen den Betrieb stillegen zu müssen. Nur meinem persönlichen Einsatz bei den Dienststellen und durch die Auflage der Wehrmachtsbelieferungen in Leberextrakt und Eubasinum wurden uns Eisenzuteilungen für die Rammarbeiten und Brunnenbohrungen genehmigt.“

Konfektionierung von Arzneimitteln 1937

„In Moorrege kauften die Nordmark-Werke unter anderem auch das Schloß Düneck, und zwar zur Erstellung einer Forschungsstätte, die unter der Firmierung: 'Institut für experimentelle Medizin GmbH Moorrege bei Uetersen Schloss Düneck', im Dezember 1938 handelsgerichtlich eingetragen wurde.“

 

Schloss Düneck

„Hier wurden Laboratorien eingerichtet, die der fortschreitenden Forschung auf medizinischem Gebiet – unabhängig von der Fabrikation im Werk –, unter Leitung eines medizinischen Professors dienten, bis der Kriegsausbruch diesen Arbeiten ein Ende setzte. Die wieder freigewordenen Räume wurden als Wohnungen den Mitarbeitern, die durch die Verlegung der Fabrikation von Hamburg nach Uetersen mit ihren Familien untergebracht werden mussten, zur Verfügung gestellt. 

 In den ersten Kriegsjahren benutzte man die Räume im Schloss auch zur Verlagerung und Aufbewahrung von wertvollen Rohstoffen für die Fabrikation."

 Quelle: Zitat aus „Uetersener Nachrichten - tip“ 

Das Weihnachtsfest feierten die Nordmark-Werke 1940 und 1941 im Dezember mit ihrer Belegschaft in Uetersen in der festlich geschmückten neuen Lagerhalle und parallel dazu in Hamburg mit den dort beschäftigten Mitarbeitern. 

Zeitungsbericht über die Feierlichkeiten in Uetersen

Viele der männlichen Mitarbeiter wurden im Krieg als Soldaten eingezogen.  

Feldpostbrief von Nordmark an den Obergefreiten Walter Alberich aus dem Jahr 1941, indem ihm mitgeteilt wird, dass sein Weihnachtsgeld in diesem Jahr seiner Frau übermittelt werden würde.

Arbeiten in der Holzhalle 1948

„...Bei Kriegsende 1945 wurden Teile der Fabrik und der Verwaltungsräume von englischen Truppen besetzt und erst Dezember 1946/Januar 1947 wieder freigegeben, so dass wir ein dreiviertel Jahr in der Fabrikation stark behindert waren. Der Mangel an Baustoffen und das Verbot zu bauen, dem Geldmangel nach der Währungsreform, ist es zuzuschreiben, dass wir erst 1949 ... in der Lage waren, eine Generalüberholung aller Apparate und Maschinen vorzunehmen, Erweiterungsbauten und Modernisierungen vorzunehmen.“

 Quelle: „Gedanken und Erinnerungen zum Werdegang der Nordmark-Werke“ von Julius Wolf

Nordmark-Neujahrsgrüße 1949

Werksanlage 1950

Organextraktion 1950

Sulfamidherstellung 1950

Anlage zur Herstellung von Fertigflüssigpräparaten 1950

Ampullenfertigung 1950 

Gemeinderaum der Nordmark-Werke 1950 

 

 

Die neue Kantine

 

Einweihung 1954

Eingang der Werke 1957 

Die Belegschaft 1957

Blick auf die Holzhalle 1957

 

 Belieferung der Werke durch Nordmark-LKW (Fotomontage) und die Ampullenstation 1960. 

 

 

 

 Ampullenstation

 Dragierung 

Flüssigabfüllung 

Konfektionierung 

Lager

 

Adrenoxyl®, Aktivanad®, Aristamid®, Aristasept®, Calciocrin®, Calcium® Nordmark, Cardiotrat®, Coritrat®, Dolo-Neurotrat®, Enzynorm® f, Eudyna®, Eukraton®, Eunerpan®, Eupeptum®, Hämocura®, K5 Tinktu®, Kalinor®, Millevit®, Neurotrat®, Omnival®, Ornicetil®, Panpur®, Panzynorm®, Prohepar®, Reductyn®, Resulfon®, Rubriment®, Supristol®, Thrombophob®, -Gel, - Salbe, Thrombophob-S®, Zentromid®, Zentronal®, Zentropil® - *Weitere Informationen: die Liste Pharmindex lV /77 , „Verlagsgesellschaft“) 

Die erste Luftaufnahme der Nordmark-Werke in Farbe. 

 

 

 Der Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde 1988

 Das 19-fach-Werkzeug aus Spezialstahl der Tablettiermaschine ermöglicht die Produktion von ca. zwei Millionen Mikrotabletten pro Stunde. Damit gelingt es Nordmark erstmals, kleinste Wirkstoffeinheiten präzise zu dosieren und in eine feste Form zu bringen. 

 

Die Belegschaft vor dem Verwaltungsgebäude in Uetersen 

Rohwasserbeckenkühlung auf dem Nordmark-Gelände.

 

 Abwasserbehälter auf dem Nordmark-Gelände.

Bericht über den Nordmark-Umweltschutz in der Zeitung „Ihr Nachbar“

Luftaufnahme der Nordmark-Wohnsiedlung in Moorrege 1991

  

Im  März 1992 erscheint die erste Ausgabe der Nordmark Mitarbeiterzeitung „Nordmark Information“. Das Blatt soll einen Beitrag zum erhöhten Informationsbedarf im Unternehmen leisten. 

„Ab 2001 lautet der Name wieder Nordmark Arzneimittel – Beteiligung der Beschäftigten 

Die Übernahme des Produktionsstandortes Uetersen der Knoll AG in Ludwigshafen durch die Manager ist perfekt. Nach der Zustimmung durch den Aufsichtsrat wurde gestern die Belegschaft unterrichtet, die der Entwicklung positiv gegenübersteht. Die Knoll AG ist der deutsche Teil von BASF Pharma, die das Werk in Uetersen nach dem Kauf 1967 nur als Betriebsstätte geführt hatte. 1996 war auch der traditionsreiche Name ‚Nordmark Arzneimittelwerke‘ getilgt worden. Der soll zum 1. Januar 2001 wieder aufleben. Das Werk in Uetersen firmiert dann als Nordmark Arzneimittel GmbH & Co KG.

Peter Tonne, bis Mitte des Jahres Vorstand für Produktion und Technik bei Knoll, glaubte im Gegensatz zur BASF an den Standort, das Management und die Produkte des Werks in Uetersen und ergriff die Initiative zum Management-Buy-out (MBO), der Übernahme der Firma durch die Leitung. Er ist jetzt der Vorsitzende der Geschäftsleitung, wird unterstützt von drei weiteren Eigentümern und einem von außen engagierten Finanzfachmann. Es wird darüber nachgedacht, die Belegschaft ebenfalls an dem Unternehmen zu beteiligen, was bei den Mitarbeitern auf große Zustimmung stößt. An einem Modell dafür, das erst nach der endgültigen Umwandlung in Kraft treten kann, wird zurzeit gearbeitet.

Das Werk in Uetersen stellt biologische Wirkstoffe und Arzneimittel her, unter anderem zur Thrombosebehandlung, gegen Verdauungsstörungen und zur Wundheilung. Abnehmer sind Weiterverwender und der Pharmagroßhandel. Weil diese Produkte nicht zum Kerngeschäft der BASF gehören, war in Uetersen eine teilweise oder vollständige Schließung befürchtet worden, bis Peter Tonne sich zu dem jetzt vollzogenen Schritt entschloss. Die 380 Mitarbeiter brauchen nicht um ihren Arbeitsplatz zu fürchten, eher wird ihre Zahl aufgestockt. ‚Wir müssen jetzt selbst Logistik, Vertrieb und EDV aufbauen‘, heißt es. ‚Hier wird in die Hände gespuckt.’” 

Quelle: Gisela Reiners, WELT ONLINE, 27.10.2000