Die Nordmark-Schlangenfarm

Das anspruchsvolle Schlangenfarm-Konzept wurde von den Nordmark-Ingenieurinnen und Ingenieuren und den Nordmark-Beschäftigten eigenständig komplett neu entwickelt. Dabei kam es insbesondere darauf an, optimale Klima- und Lebensbedingungen für die Schlangen zu gewährleisten, strengste Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und alle Faktoren auszuschalten, die zu Wirkstoffverunreinigungen führen könnten.

Die Schlangen

Malaiische Grubenottern (Calloselasma rhodostoma) sind sehr temperaturempfindlich. Sie brauchen ganz bestimmte, warme  Temperaturen und eine gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit. Ihre Haltung und Züchtung ist im pharmazeutischen Kontext sehr pflegeintensiv. Die Schlangen können erst ab einem bestimmten Alter gemolken werden. Wegen der Körpermasse kann von den deutlich größeren Weibchen mehr Gift gewonnen werden als von den Männchen. Generell geben die Schlangen allerdings nur sehr kleine Mengen Gift beim „Melken“ ab.

Das Farmkonzept

Die Schlangenfarm hat eine große Aufnahmekapazität. Zurzeit gibt es hier mehrere Hundert Tiere unterschiedlichster Altersstufen. Über ein spezielles Beleuchtungssystem wird für die Schlangen ein Tag- und Nachtwechsel simuliert. Temperaturzonen sorgen dafür, dass die Tiere den Weg in Richtung Außenwelt schon von sich aus meiden: Die Temperatur in der Lebenszone „Schlangenhaltungsräume“ entspricht den Idealbedingungen, die angrenzenden Räumlichkeiten sind in zwei Stufen deutlich kühler.

Höchste Sicherheit und Experten für die Schlangen

Zwischen dem Lebensbereich der Schlangen und den Außenmauern der Schlangenfarm befinden sich mehrere Hochsicherheitstüren. Alle Ein- und Ausgänge sind mit biometrischen Türschlössern gesichert und die Personenkreise mit Zutrittsberechtigung für bestimmte Zonen sind genau festgelegt und streng limitiert.
Giftschlangenspezialisten sind in Deutschland rar. So war auch die Zusammenstellung des Teams für die Schlangenpflege eine Herausforderung. Für die Schlangenpflege ist heute ein kleines, engagiertes Team zuständig.